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Aus erbitterten Gegnern sollen nun Freunde werden. Nachdem der erste Versuch einer Fusion mit der Pariser Börse Euronext kläglich am Widerstand der Franzosen gescheitert war, starten die Börsenbetreiber nun einen Neuanfang – allerdings unter aktiver Mitwirkung der New Yorker Börse NYSE.

Die deutschte Börse schnellt nach diesen Fusionsgesprächen mit einem Kurssprung von 4,5Prozent auf 60,55Euro in die Höhe.Ein Zusammenschluss der beiden Börsenbetreiber wäre strategisch sinnvoll, da es Synergiepotenzial im europäischen Derivatehandel gebe und sich die Marktstellung im außerbörslichen Handel verbessern würde, schrieb etwa der UBS-Experte Arnaud Giblat.

 

Das Rätselraten um die Zukunft von Bundesbankpräsident Weber geht weiter: Er kündigte an, sich erst nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel zu seinen Plänen zu äußern. Damit ist weiter unklar, ob er tatsächlich auf eine Kandidatur für den Chefposten der Europäischen Zentralbank verzichtet.

Er habe der Kanzlerin zugesichert, dass er sich zu Spekulationen um seine Person „nicht äußern werde, bis wir zu einem erneuten Gespräch zusammentreffen“, sagte Weber am Donnerstag in Wien. Er treffe „alle nötigen Entscheidungen in enger Abstimmung“ mit Merkel. „Sonst gibt es nichts zu sagen zu diesem Thema“, fügte Weber hinzu.

Am Mittwoch hatten Gerüchte über einen Wechsel des 53-Jährigen zur Deutschen Bank für Wirbel gesorgt. Aus Webers Umfeld verlautete, dass der seit 2004 amtierende Bundesbank-Präsident definitiv keine zweite Amtszeit bei der Notenbank anstrebe, da er seine Aufgabe als weitgehend erfüllt ansehe. Sein jetziger Vertrag läuft im April 2012 aus.

 

Bundesbankpräsident Axel Weber hat mit Aussagen über seine berufliche Zukunft vielfältige Spekulationen ausgelöst. Er habe am Dienstag in vertraulicher Runde angedeutet, dass er wohl nicht mehr für eine zweite Amtszeit im Jahr 2012 zur Verfügung stehe.

Mehrere Nachrichtenagenturen hatten zuvor unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, dass Weber auf eine Kandidatur für den Posten als Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) verzichten wolle.

Bisher war Weber zusammen mit dem italienischen Notebankchef Mario Draghi als heißer Anwärter für die Nachfolge von EZB-Chef Jean-Claude Trichet genannt worden, der Ende Oktober 2011 ausscheidet. Offiziell wurde Weber jedoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch nicht nominiert.

Im Zusammenhang mit den Meldungen über Webers Verzicht auf eine Kandidatur für die Trichet-Nachfolge berichteten Nachrichtenagenturen auch über mögliche Pläne des Bundesbankpräsidenten, zur Deutschen Bank zu wechseln. Bundesbank und Deutsche Bank wollten die Gerüchte jeodch nicht kommentieren. Die Bundesbank dementierte außerdem, dass sie oder Weber eine Erklärung zu seiner beruflichen Zukunft abgeben wollten. Weber war aber bereits früher als Nachfolger von Ackermann ins Gespräch gebracht worden.

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